Veranstaltungsreihe Gender in der Bildungswissenschaft

Die seit 2016 etablierte Veranstaltungsreihe "Gender in der Bildungswissenschaft" widmet sich einmal im Semester einem bestimmten Themenschwerpunkt. Die Auseinandersetzung mit Gender in bildungswissenschaftlicher Forschung und Lehre ist erkämpfte und etablierte Praxis. Bildungswissenschaftliche Diskurse sind im Hinblick auf ihre Geschlechterkonstruktionen dennoch immer wieder kritisch in den Blick zu nehmen, um neue Reflexions- und Entwicklungsimpulse zu ermöglichen.

Veranstalter*innen:

Graffiti auf Außenwand während der Renovierung eines alten Schulgebäudes, Wien 2016


nächste Veranstaltung der Veranstaltungsreihe "Gender in der Biwi"

Präsentation der Handreichung “Trans*, inter* und nicht-binäre Schüler*innen”

mit Tinou Ponzer, Claudia Schneider und Marion Thuswald 

 

SAVE THE DATE: 06. Mai 2026 (Hörsaal 1, Sensengasse 3a, 1090 Wien)

>> PROGRAMM <<

 

Inter- und transgeschlechtliche sowie nicht-binäre Schüler*innen (TIN) sind in den letzten Jahren verstärkt in Schule sichtbar geworden. Damit nicht die TIN-Schüler*innen, sondern die schulischen Strukturen als das Problem begriffen werden, braucht es Wissen, differenzierte Auseinandersetzung und eine antidiskriminatorische Haltung, um noch immer vorherrschende binäre Strukturen zu bearbeiten

Bei der Veranstaltung stellen drei der fünf Autor*innen die Handreichung „Trans*, inter* und nicht-binäre Schüler*innen. Geschlechtervielfalt an Schulen anerkennen – Diskriminierung abbauen“ (2026) vor. Was sind die Lebensrealitäten von TIN Schüler*innen? Welche Bedarfe und Wünsche haben sie? Welche Verantwortung hat Schule und welche Handlungsmöglichkeiten haben Lehrpersonen und andere pädagogisch Tätige? In einem Vortrag wird Wissen zu diesen Fragen vermittelt und an Praxisbeispielen erläutert.

 

Im zweiten Teil stehen ein Austausch in Kleingruppen sowie eine Diskussion mit den Vortragenden im Vordergrund. Ziel der Veranstaltung ist es, ein Verständnis für Geschlechtervielfalt im Schulkontext zu erlangen bzw. zu vertiefen. Durch praxisbezogene Reflexion können Anregungen und Impulse auch für weitere pädagogische Kontexte mitgenommen werden.

 

Zielgruppe:

Studierende und Universitätstätige (Bildungswissenschaft, Lehramt, Pädagogik etc.), Direktor*innen, Lehrer*innen und alle an Schulen Tätige sowie Interessierte aus anderen pädagogischen und psychosozialen Bereichen, die mit Kindern, Jugendlichen, Eltern oder/und Erziehungsberechtigten arbeiten.

 

Zu den Vortragenden:

  • Tinou Ponzer ist Obmensch von VIMÖ, dem Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich, und arbeitet bei VIMÖ Zweigverein Wien. Tinou macht u.a. Bildungsarbeit und Peer-Beratung im Rahmen der Beratungsstelle für Variationen der Geschlechtsmerkmale – VARGES. Außerdem schreibt Tinou Ponzer gerne zum Thema geschlechtliche Vielfalt und ist Mitherausgeber*in des Sammelbands „Inter*Pride – Perspektiven aus einer weltweiten Menschenrechtsbewegung” (vgl. w_orten & meer, 2022).
  • Marion Thuswald ist Sozialpädagogin und Bildungswissenschaftlerin und arbeitet am Institut für das künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Bildungsarbeit sind u.a. Sexuelle Bildung und Kunstpädagogik sowie Critical Diversity und pädagogische Professionalisierung. Publikationen und pädagogische Materialien zu Forschungsprojekten finden sich unter www.imaginingdesires.at und www.daringemotions.at.
  • Claudia Schneider war fast 30 Jahre lang Mitarbeiterin beim Verein EfEU und Universitätslektorin am Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität Wien, am Institut für das künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der Universität für Angewandte Kunst, Wien mit den Arbeitsschwerpunkten: gender- & diversitysensible Pädagogik, normenkritische und antidiskriminatorische Pädagogik. Publikationen auf www.efeu.or.at.

 

Literaturangabe

Pertl, Luan/Thuswald, Marion/Schneider, Claudia/Ponzer, Tinou/Klein, Magdalena (2025): Trans*, inter* und nicht-binäre Schüler*innen. Geschlechtervielfalt an Schulen anerkennen – Diskriminierung abbauen. Handreichung für Lehrer*innen und andere professionell Tätige in der Schule. Herausgegeben von VIMÖ, EfEU und IKL. Linz. (Achtung, die Handreichung ist noch nicht erschienen!)